Skip to content

Veranstaltungen der Open Access Week 2013 im Livestream

Zumindest einige der Veranstaltungen in der Open Access Week 2013 werden auch live ins Internet übertragen.

Das hier sind die Events, die auf der openaccessweek.org-Seite gelistet gewesen sind. Ich habe die Zeiten umgerechnet, aber ansonsten nur die Links und Kurzbeschreibungen kopiert. Ich hoffe, dass alles stimmt. Vielleicht nützt die Liste ja jemandem.

Montag, 21. Oktober 2013

Dienstag, 22. Oktober 2013

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Freitag, 25. Oktober 2013

Open Access bei Büchern: De Gruyter und MPG

Der Verlag De Gruyter gibt einen Rahmenvertrag mit der Max-Planck-Gesellschaft bekannt:

„Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Wissenschaftsverlag De Gruyter haben eine richtungsweisende Rahmenvereinbarung über die Publikation von Open Access-Büchern geschlossen. Der Vertrag bezieht sich auf zu veröffentlichende Werke, die unter der Federführung von den derzeit 80 Max-Planck-Instituten entstehen, und die für jeden Nutzer kostenfrei im Internet abrufbar sein sollen.“

Der Verlag verweist auf eigene Modellprojekte, auf denen seine Erfahrungen mit einem Open-Access-Modell fußen. Schaut man sich diese Modellprojekte an, wird schnell klar: Unter dem Label ‚Open Access‘ wird hier nicht etwa eine freie Nutzbarkeit der Bücher verstanden, es wird keine freie Lizenz verwendet, Rechte auf Weiterverbreitung und Bearbeitung sind den Leser/innen nicht eingeräumt.

Open Access wird hier also definiert als: Man kann das Buch kostenlos lesen. Die kapitelweisen PDF-Dateien werden bei Abruf generiert und mit einem Wasserzeichen versehen, das IP-Adresse und Uhrzeit des Abrufs beinhaltet, wie man es auch von anderen (nicht freien) digitalen Veröffentlichungen kennt.

Das Thema Open Access bei Büchern ist spannend und wird uns noch eine Weile beschäftigen. In diesem Feld sind tatsächlich manche Dinge anders als bei Zeitschriften, und natürlich müssen Publikations- und Geschäftsmodelle sinnvoll geplant werden. Die weitere Entkernung des Begriffs Open Access ist jedoch bedenklich, und in den kommenden Diskussionen (auch bei gezielten Förderprogrammen im Bereich Open-Access-Monographien) sollte an die Merkmale von Open Access erinnert werden, wie sie prominent auch in der Berliner Erklärung aufgeführt sind. Das Recht auf Weiterverbreitung und das Recht auf Bearbeitung und Nachnutzung sind wesentliche Bestandteile dieser Definition, die weit über „kostenlos lesbar“ und „nur auf der Seite des Verlages“ hinausgeht.

Open Access Week 2012 beginnt

Heute beginnt die Internationale Open Access Week (22.-28. Oktober 2012). Die Open Access Week ist eine weltweit stattfindende Aktionswoche, in der Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftler/innen und Unterstützer/innen über Open Access aufklären und für Open Access werben wollen.

Die Homepage zur Open Access Week ist nicht sehr benutzungsfreundlich, auch am Inhalt fehlt es etwas: Von einer flächendeckenden Erfassung oder Meldung von Veranstaltungen während der Open Access Week sind wir weit entfernt.

In Deutschland finden einige interessante Veranstaltungen statt:

An weiteren Hochschulen und Einrichtungen gibt es Infostände. Die Open Access Week dient auch als Aufhänger, um allgemein auf Open-Access-Angebote der jeweiligen Einrichtungen hinzuweisen, und sei es durch aktuelle Einträge auf der jeweiligen Homepage. Dabei geht es zur Zeit viel um DFG-geförderte Publikationsfonds; trotz der nicht sehr großen Summen, die dort anfänglich bereitgestellt werden, scheint dies ein großes Thema zu sein. Hoffentlich werden die zahlreichen Open-Access-Initiativen, die Wissenschaftler/innen auch in Bereichen, in denen keine durch die Autor/innen aufzubringenden Gelder bewegt werden, auf die Beine stellen und gestellt haben, darüber nicht vergessen.

Kontroverse Diskussionsveranstaltungen zu Open Access – Anlass dafür gäbe es zur Zeit ja genug – habe ich leider nicht gefunden.

Es gibt auch eine inaktive Usergruppe Open Access Week in Germany. Aber vielleicht wäre es auch sinnvoll, für 2013 eine frühzeitige Erfassung geplanter Veranstaltungen zu organisieren und diese dann, meinetwegen auch von zentraler Koordinationsstelle aus, nicht nur auf der genannten OAW-Webseite, sondern auch zum Beispiel auf der Informationsplattform Open Access bereitzustellen. Vielleicht spornt das auch ein wenig an: Eine internationale Aktionswoche könnte sicherlich noch mehr werbende Effekte erzielen, etwa auch durch das Anbieten von Informationsveranstaltungen für die Hochschulangehörigen, für bestimmte Gruppen potentieller Nutzer/innen, für Verwaltung etc.

Ich hoffe auf viele spannende Diskussionen, geteiltes Wissen, Werbung für Open Access. Eine schöne Open Access Week 2012.

https://web.archive.org/web/20121010023343/http://www.slub-dresden.de/service/schreiben-publizieren/open-access/open-access-week-2012/

APUZ: „Zukunft des Publizierens“ – ebooks und Urheberrecht

Aus Politik und Zeitgeschichte, das Magazin der Bundeszentrale für Politische Bildung, widmet eine aktuelle Ausgabe dem Thema „Zukunft des Publizierens“ (erfreulicherweise auch im epub-Format).

Im Heft werden aktuelle Trends und Möglichkeiten des Publizierens insbesondere rund um E-Books angesprochen, u.a. self publishing und social reading. Die zweite Hälfte des Heftes besteht aus Beiträgen zum Urheberrecht. Aus Verlegersicht argumentiert Thomas Carl Schwoerer (Campus) einfach und entwaffnend (es gibt ausgewogenere Beiträge zum Urheberrecht in dem Themenheft). Er plädiert für ein scharfes Vorgehen gegen „Raubkopierer“, bedauert das Scheitern von ACTA, lehnt die aktuelle Reformvorschläge zum Urheberrecht ab und spricht von Kopien als kommerziellem Schaden – als ob jede Kopie einen Kauf ersetzte.

Sein Beitrag ist der einzige, der sich am Rande auch mit Open Access beschäftigt. Im großen und ganzen wird hier jede Forderung aus Gesellschaft und Wissenschaft daran gemessen, ob sie traditionelle Geschäftsmodelle von Verlagen gefährdet oder nicht. Repositorien etwa seien abzulehnen, da sie Geschäftsmodelle von Subskriptionszeitschriften gefährdeten. Verlegerische Leistung werde nicht entlohnt, wenn – selbst nach Embargofrist – wissenschaftliche Publikationen auf Dokumentenservern archiviert würden. Dass ein Unternehmen versucht, bisherige Geschäftsmodelle und Profite zu sichern, ist sicher nicht außergewöhnlich. Aber eine solche Sicherung ist eben kein Automatismus, und die Open-Access-Orientierung in der Wissenschaft ist gut begründet. Auch die Wissenschaftsverlage werden sich – und viele sind da schon weiter – auf veränderte Technologien und Rahmenbedingungen des Publizierens einstellen müssen und werden ihre verlegerische Leistung (der Beitrag Schwoerers ist übrigens „Das Urheberrecht und die Zukunft des Verlegens“ betitelt) transparent gestalten müssen.

Nach den Open-Access-Tagen: Mal wieder streiten?

Vor kurzem endeten die 6. Open Access Tage, die dieses Jahr in Wien stattgefunden haben. Es war schön dort, und auch die Diskussionen waren, soweit ich das mitbekommen habe, spannender als in den Jahren zuvor. Was ich wahrgenommen habe, war eine gewissen Konsolidierung der Open-Access-Aktivitäten (die Hoffnung mancher, dass es sich um ein nicht nachhaltiges, wieder verschwindendes Phänomen handelt, haben sich nicht erfüllt und spielen auch keine Rolle mehr). Doch nachdem eine grundsätzliche Verfestigung der Open-Access-Idee erreicht ist, öffnet sich der Raum für spannendere Fragen: Wie geht es denn weiter? Meinen wir eigentlich das gleiche? Welche pragmatischen und idealistischen Einstellungen treffen aufeinander? Diese Situation ist durchaus vergleichbar den Diskussionen auf vielen Mailinglisten, wo über unterschiedliche Positionen über die richtige Umsetzung von Open Access erbittert gestritten wird – anders als auf den Open Access Tagen.

Und solche Diskussionen müssen auch geführt werden. Viel zu lange schon reicht es aus, „Open Access“ als Schlagwort an ein Projekt oder eine Idee zu kleben und auf stillschweigende Zustimmung zu hoffen. Und während das Commitment an Hochschulen eher verhalten ausgefallen ist und Strukturen langsam nur aufgebaut werden, dringen gewinnorientierte Akteure mit innerhalb der letzten Jahre erstellten Konzepten in den Markt. Das ist nicht grundsätzlich schlecht. Aber es schließt langsam das Fenster für die Möglichkeiten, eine stärkere, autonome Rolle der Wissenschaft in Fragen des wissenschaftlichen Publizierens, ganz im Sinne einer stärkeren Wahrnehmung der eigenen Verantwortung, zu reklamieren.

Also: Mal wieder streiten? Sind wir zufrieden mit „irgendwie kostenlos lesbar“? Was heißt ‚offen‘, was heißt ‚frei‘ in Bezug auf wissenschaftliche Diskussionen? Ich nehme gerne an solchen Diskussionen teil, und ein wenig soll dieses Blog dazu beitragen.